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Münsters KneipenScience

Mi., 1. Okt. 2025, 18:00-20:00
Uhr

Stadt Münster - Wissenschaftsbüro Münster Marketing
Café SpecOps network
Aegidiimarkt 5
48143 Münster
 
Themen:
Der Weg in die moderne Quantenwelt und darüber hinaus Quanten in der Berufswelt, Karriere und Gesellschaft Quanten in der Forschung und Quantentechnologien
Veranstaltungstyp:
Präsenzveranstaltung
Veranstaltungsart:
Vortrag / Diskussion
Zielgruppen:
Breite Öffentlichkeit Erwachsene Physik-Interessierte Physiker:innen / Wissenschaftler:innen Studierende

Erlebe Wissenschaft hautnah und verständlich bei Münsters KneipenScience! In entspannter Atmosphäre einer gemütlichen Kneipe präsentieren Forschende aus der Wissenschaftsstadt Münster spannende Themen aus ihrer Arbeit. Kein Fachjargon, sondern verständliche Erklärungen und interaktive Diskussionen machen diesen Abend zu einem besonderen Erlebnis.

Prof. Dr. Christian Klein-Bösing - Institut für Kernphysik - Universität Münster
Vom Big Bang zum Bierglas – die bunte Welt von Quarks und Co

Mein Forschungsgebiet in der Teilchen- und Kernphysik an der Universität Münster ist die experimentelle Untersuchung des Quark-Gluon-Plasmas – einem besonderen Materiezustand bei extremen Temperaturen. Dieser Zustand existierte nur wenige Mikrosekunden nach dem Urknall und kann heute für einen kurzen Moment in hochenergetischen Kollisionen von schweren Atomkernen am Large Hadron Collider (LHC) am CERN wieder erzeugt werden. In einem Quark-Gluon-Plasma haben sich die Bausteine der Atomkerne, die Protonen und Neutronen, aufgelöst und ihre kleinsten Bestandteile – Quarks und Gluonen – bewegen sich frei. Ich beschäftige mich insbesondere mit Teilchen-Jets und Photonen als sogenannten „Sonden“, um Eigenschaften wie Dichte und Temperatur dieses extremen Materiezustands zu erforschen.

Prof. Dr. Ursula Wurstbauer - Physikalisches Institut - Universität Münster
Let’s twist again: wenn Elektronen in ultradünnen Quantenfilmen nicht nur Walzer tanzen

Ultradünne Quantenmaterialien haben längst unseren Alltag revolutioniert (z.B. in energiesparender LED- Beleuchtung). Im Labor treiben wir diesen Prozess auf die Spitze und kombinieren Materialen, die nur wenige Atome dünn sind. Drehen wir einzelne Schichten zueinander entsteht der Moiré-Effekt, der auch in der digitalen Fotografie bekannt ist. Wir finden dann ganz unterschiedliches Verhalten der Elektronen im getwisteten Material: Sie können sich geordnet bewegen wie beim Walzer, ungeordnet wie in der Disko, vollkommen still stehen oder supraleitende Quantenzustände ausbilden. Was macht der Twist und welche Perspektiven für zukünftige Technologien ergeben sich aus dieser Forschung?

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